Zur Broschürengestaltung und Auslieferung vgl. unbedingt Ausführung und Gestaltung auf der Seite "Tauch-Info-Büro". Textauszüge aus diesem Band: Inhaltsverzeichnis Band II | Aus den Vorbemerkungen | Tauchen | Vergl. auch Band I Bestellung per E-Mail 1. Plädoyer, Inhaltsübersicht, Vorbemerkungen 2. Reisekompass Landesgliederung - Klima und Wetter - Reisekompass - Kleines Reise-ABC - Schwammtaucher - Ein letzter Reisevorschlag 3. Erste Begegnung 4. Anreise und Aufenthalt Ein- und Ausreisebestimmungen - Flugzeug - Kraftfahrzeug - Eigenes Kraftfahrzeug - Autofähren Italien - Griechenland - Innergriechische Fähren 5. Unterwasserwelt Mittelmeer - Pflanzen - Tiere - Schwämme - Nesseltiere - Blumentiere - Borsten- und Röhrenwürmer - Schnecken - Muscheln - Tintenfische - Stachelhäuter - Krebse - Seescheiden 6. Tauchen Meer und Wetter - Gesetze und Tauchgebiete - Tauchen - Tauchausrüstung Im folgenden werden wichtige Regionen, Tauchgebiete und Inselgruppen Griechenlands aufgeführt. Attika mit der Metropole des Landes eröffnet den Reigen, die anderen folgen mehr oder minder im Uhrzeigersinn. 8. Evia 9. Sporaden Skiathos - Alonissos 10. Thasos 11. Samothraki 12. Nordostägäische Inseln Limnos - Lesvos - Chios - Samos 13. Kykladen Ostkykladen: Tinos - Mykonos - Syros - Paros - Antiparos - Naxos - Amorgos - Ios
Westkykladen Kythnos - Milos - Santorini 14. Dodekanes Patmos - Leros - Kalymnos - Kos - Rhodos - Karpathos 17. Ionische Inseln Korfu Moraitika - Kavos - Agios Gordis - Ermones Beach - Paleokastritsa - Agios Georgios - Acharavi - Kassiopi - Nissaki
Paxos Lakka - Gaios - Antipaxos
Lefkada
Kefallonia
Zakynthos Agios Nikolaos - Laganas - Limin Keriou 19. Literatur- und Quellenverzeichnis 20. Tauchbasenverzeichnis Nach Regionen geordnet - alphabetisch geordnet Anhang · Notfälle · Verlagsprogramm
In den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts erfuhr die Bundesrepublik Deutschland einen breiten wirtschaftlichen Aufschwung bis dato ungekannten Ausmaßes. Vollbeschäftigung, ein Auto in fast jedem Haushalt der Berufstätigen, im Sommer Reisen meist ins west- und südeuropäische Ausland. An der Spitze Bella Italia, aber auch Frankreich, Spanien, Jugoslawien und Griechenland. Durch die Erfindung eines unproblematischen Drucklufttauchgerätes durch E. Gagnan und J.-Y. Cousteau und die Popularisierung durch Hans Hass gehörte das Sporttauchen zu den neuen schicken Sportarten. Frau, Kind, Zelt, Tauchgerät, Kompressor, Schlauchboot - je nach dem was man hatte - wurden in den Kleinbus geladen und ab ging es irgendwohin zu Taucherferien ans leicht erreichbare Mittelmeer. Nicht nur Entdeckerfreude und Alternativlebenswünsche der Grund, sondern so war auch alles gerade noch erschwinglich. Individuelles Tauchen damit Kür und Pflicht, Tipps zu geeigneten Tauchplätzen und Verzeichnisse von Druckluft-Füllstationen unerlässliche Utensilien. Auch immer mehr Tauchbasen - der Wunsch tauchender Touristen nach mehr Bequemlichkeit und Sicherheit ist einer ihrer heimlichen Väter - begannen die mediterranen Küstenlinien zu säumen . . . Und heute? Wir sind ungleich reicher als in den Sechzigern - und viele auch ärmer! Harz IV-Empfänger haben wenig Spielraum für Tauchreisen. Und wer von den am Tauchen interessierte einen guten Job hat, jettet hinaus in die Welt. Vierzehn Tage Rotes Meer bieten allemal mehr Blicke auf Fische und Korallenwunder und sind nicht einmal deutlich teurer als - sagen wir - zwei Wochen Kreta! Aber dennoch: hin und wieder sind unter den mehr als 14 Millionen Touristen, die alljährlich Hellas überfluten, auch einige Leute, die mit Sack und Taucherpack individuell und mobilisiert anreisen und hier auch tauchen wollen. Und die Tauchbasen mehr scheuen als Dracula die Knoblauchzehen. Zu viel Massenbetrieb, zu teuer, zu stressig, zu organisiert und durchgeplant oder was auch immer. Wie kann beispielsweise ein Unterwasserfotograf mit schussbereiter Kamera zehn Minuten vor einer Röhrenwurmbehausung lauern in der Hoffnung, dass dieser sich erneut entfalte - wenn hinter ihm die Taucherherde tobt und weiter will oder muss? Aus Deutschland anreisende Individualtaucher werden hier nicht ganz vergessen, aber heute sind das gewiss nur noch wenige! Die vorliegende Infoschrift ist deshalb vor allem für jene Taucher konzipiert, die sich in Griechenland umschauen möchten und die hier - neben dem Erleben von Land und Leuten oder bloßem Relaxen - auch gelegentlich mal tauchen. Land, Leute, Kultur, Genuss, Entspannung - was immer man will. Reine Tauchreisen, also etwa zwei Wochen lang nur Druckluft ziehen, Fisch satt und Kameraspeicherkarte voll, unternimmt man eher in andere Regionen. In diesem Tauchführer plädiert der Verfasser deshalb vor allem für
Der Verfasser gesteht, in seinem Plädoyer für basenorientiertes Tauchen außer der Sicherheit und Bequemlichkeit noch einen anderen Aspekt im Hinterkopf zu haben: den Schutz (nein, nein, nicht den von Tauchlehrerarbeitsplätzen) des Tauchens und der Tauchgebiete. Unkontrolliertes Tauchen verleitet - ach wie leicht sind wir doch verführbar - zu Missbräuchen! Trotz immer strenger werdenden Gesetzen! Lacht da nicht eine Languste, leuchtet hier nicht ein schönes Schneckenhaus, provoziert dort nicht ein aus dem Grund ragender Amphorenhals? Was macht es schon, wer sieht es denn (wenn nicht der meist wachsame Tauchguide, besorgt um seine Kundenweide)? Doch die Abwandlung eines Slogans vergangener Zeiten ist wohl mehr denn je gültig: So wie wir heute tauchen, wird morgen die Umwelt und Gesetzgebung sein!
Die griechischen Küsten“ schrieben Hass und Katzmann vor fast zwanzig Jahren in dem ersten und einzigen Tauchführer für den gesamten Mittelmeerraum, „sind ein ideales Gebiet für Taucher. Abgesehen von der Umgebung größerer Häfen und Touristenzentren ist das Wasser ungewöhnlich sauber und klar, in manchen Gegenden erreicht die Sichtweite bis 60 Meter. Das Tauchen ist ganzjährig möglich. Die beste Zeit ist von April bis Mitte Oktober, dann setzen bis Ende November Stürme ein, ebenso im März. Die Fauna, nicht zuletzt jene der zahllosen Grotten und Höhlen, ist ungemein reichhaltig; allerdings sind in vielen Gebieten größere Fische selten.“ (1976) Und Dieter Melzer, der schon viel und nicht nur in Griechenland herumgekommen ist, formulierte einst: „Ich wage sogar die kühne Behauptung, Griechenlands Tauchgründe gehören zu den schönsten Europas.“ (1978) Die Jahre sind vergangen, die Ansprüche der Taucher sind größer und anders und die großen Fische sind noch seltener geworden . . . Carsten Schmidt (2008) beispielsweise schreibt auf seiner Homepage: „Meine persönliche Meinung zu den Tauchgebieten ist, das es sich nicht lohnt, einen reinen Tauchurlaub in Griechenland zu planen. Es sollte eher als zusätzliche Attraktivität angesehen werden. Es gibt natürlich Sehenswertes wie Schwämme, Tintenfische, Sepien und vieles mehr, aber das reicht sicher nicht aus, um einen eine ganze Woche lang unter Wasser zu halten. Interessante Gebiete sind zum Beispiel Zakynthos, bekannt für die häufig anzutreffenden Meeresschildkröten oder den Marinenationalpark um die Sporadeninseln wie Alonysos. Hier sieht es dann aber schon wieder schwierig aus mit Gerätetauchen, da der Park eines der wenigen Schutzgebiete der Mönchsrobben (Monachus Monachus) ist. Diese niedlichen Robben sind vom Aussterben bedroht und ihre Zahl wird auf gerademal 600 Tiere geschätzt. Also bitte nicht mit dem Gedanken spielen, diesen Tieren beim Tauchen zu begegnen. Die Gegend ist allerdings sonst zum Tauchen und hauptsächlich Schnorcheln bemerkenswert.“ Meer und Wetter Griechenland ist praktisch ein riesiges aus dem Meer ragendes Gebirge und die Inseln sind, wenn man so will, die übriggebliebenen Gipfel jener Felsmassive, deren Hauptmasse einst im Meer versank. So erklärt sich die meist wilde zerklüftete Küstenlinie mit schroffen Felsabstürzen, Schluchten, Klippen und zahllosen Buchten. Nur hier und da schwemmte das Meer feinen Sand an und schuf die zwar von den Unterwassermenschen skeptisch beäugten, aber dafür von deren Familienangehörigen und sonstigen Badegästen begrüßten Strände. Mit der Strömung verfrachteter Sand und allerlei Sedimente ebneten aber auch etliche Spalten ein, nivellierten mancherorts zerklüftetes Terrain und das zähe Bemühen einer kaum überschaubaren niederen Tierwelt bewirkte ein Übriges an Gleichmacherei. Die seismischen Aktivitäten auf dem Balkan reichen bis in die Gegenwart und werden auch für die Zukunft erwartet. Sie schufen zusätzliche Quellen für des Tauchers Entzücken: übereinander getürmte Felsbrocken, Spalten, (auch durch Auswaschungen entstandene) Grotten und Höhlen. Und von all dem geprägt sind die Unterwasserlandschaften. Der Taucher sollte nun eigentlich ahnen, was ihn je nach Küstenabschnitt erwarten könnte: „Lusttauchgänge“ mit zarten Farben und leisen Tönen, mit einer niederen Tierwelt und dem Schweben über Felsböden, um aufgetürmte Steinblöcke, Schluchten, durch Grotten, Höhlen und Torbögen, entlang enger Kamine und atemberaubender Steilwände, aber auch über für Uneingeweihte oft langweilige Seegraswiesen und Sandgründe - und das alles bei gewöhnlich guter Sicht. Die meisten dieser UW-Landschaften sind eigentlich in fast allen griechischen Tauchrevieren zu finden - nur halt nicht immer vor der Haustür. Es liegt häufig nur an fehlender Ortskenntnis oder mangelndem Baseninteresse, wenn Taucher während ihres Urlaubs immer wieder mit denselben schlichten Tauchstellen vorlieb nehmen müssen. Warum auch so weit fahren, Zeit und Kraftstoff verschwenden, wenn man die Jungs noch in Sichtweite leidlich bedienen kann? Die zahlen eh nicht mehr! - Die Basen müssen auch leben, natürlich, da beißt die Maus keinen Faden ab. Wer aber das Gefühl hat, ausschließlich nur ein rasch abzukassierender Kunde zu sein, der sollte ganz schnell den Stützpunkt wechseln. nach oben Wind Aus welcher Richtung und mit was für einer Stärke der Wind weht, ist nicht nur für Seeleute und Surfer interessant, sondern tangiert auch das Tauchervolk. Der Wind produziert Wellen. Die Wellen rühren das Wasser auf, trüben die Sicht, machen Schlauchbootfahrten zur Bandscheibentortur und erschweren den Ausstieg. Und früher oder später sagt der Tauchbasenboss: „Rien ne va plus! Aber vielleicht wieder Morgen?“ Allerdings wären Rückschlüsse aus häufigster Windrichtung und Lage der Tauchbasis an windexponierterer Stelle auf deren Arbeitsfähigkeit auch nur bedingt möglich. Die in dieser Beziehung ungünstiger liegenden Tauchbasen bitten einfach die Kunden in ihre Kraftfahrzeuge und fahren zu einer anderen Stelle. So stabil und abschätzbar das griechische Klima ist (der Sommer beginnt früh und ist stets heiß und trocken), so launisch zeigen sich in unserem Taucherland die Winde. Die Nautiker unterscheiden vier große Windzonen, in deren Überlagerungsbereichen sich natürlich die Verhältnisse überschneiden werden. 1. Das Ionische Meer einschließlich der Westküste der Peloponnes. Hier, im nördlichen Bereich, herrscht im Sommer der Maestro, ein leichter bis mäßiger Nordwestwind. Er kommt des Nachmittags auf und empfiehlt sich gewöhnlich wieder bei Sonnenuntergang. Westlich und südlich der Peloponnes wehen von Zeit zu Zeit mäßige bis starke Westwinde. Nur kurz und selten dringt der Schirokko, ein wegen seiner alles lähmenden Hitze gefürchteter Südwind, bis in diese Region vor. 2. Zur zweiten Zone gehört das Seegebiet südlich von Attika und östlich der Peloponnes. Die wie gewaltige Sperrriegel davorliegenden Landmassen im Norden schützen es vor den im Sommer üblichen Nordwinden. Deshalb herrscht hier im Frühsommer meist Windstille oder es kommt ein sanftes Wehen aus südlichen Richtungen. Ab Juli dann belüftet der Meltemi das gesamte Gebiet. 3. Der größte Teil der Ägäis, einschließlich der Sporaden und Kykladen, rechnet zur dritten Zone. Den ganzen Sommer über herrscht in der Nordägäis Nordostwind und im südlichen Teil Nordwestwind, der Meltemi. 4. Die letzte Zone liegt vor der türkischen Küste. Hier wehen im Sommer heftige Meltemi-Winde, vor allem im Norden, während im südlichen Teil oft die Richtung wechselnde leichte Brisen vorherrschen. Der trockene, heiße und oft Staub mitführende Wüstenwind Schirokko kann überall gelegentlich für einige Tage seine Glut lähmend nicht nur über das Tauchervolk ausbreiten. Schwere Stürme dagegen treten fast nur im Winter und Frühling auf. Der Wind an den Küsten kann sich indes erheblich von jenem unterscheiden, was weiter draußen auf See vor sich geht. Durch Staueffekte, Windschatten, die Berge herabgleitende Fallwinde können sich die üblichen Wirkungen verstärken, abschwächen oder Richtungsänderungen erzwingen. Schließlich existiert noch ein an der Mittelmeerküste besonders gut zu beobachtendes Land-Seewindsystem, vor allem an ruhigen warmen Tagen und klaren Nächten. Vormittags kommt eine Seebrise auf und erreicht am frühen Nachmittag ihre größte Stärke. Am Abend schläft sie wieder ein. Es herrscht Windstille, bis nachts ein seewärts gerichteter schwächerer Landwind einsetzt (die von der Sonne tagsüber aufgeheizten Landmasse erwärmte und nun in Richtung See abfließende Nachtluft), der bis zum Sonnenaufgang zu wehen pflegt. Störungen in diesem Zyklus verheißen Wetteränderungen. Gezeiten und Strömungen Das Mittelmeer ist bekanntlich nur durch die Straße von Gibraltar mit dem großen Weltmeer verbunden. Das mediterrane Hauptströmungssystem wird geprägt durch den Wasseraustausch zwischen dem Atlantikwasser, das oberflächennah über die Straße von Gibraltar einströmt und dem salzigeren Wasser des Mittelmeeres, das in der Tiefe wieder hinaus in den Atlantik fließt. Hauptursache für diese Erscheinung ist die Ausgleich erheischende hohe Verdunstungsrate des Mittelmeeres. Die Hauptströmung zirkuliert entgegen dem Uhrzeigersinn. Das kalte Atlantikwasser fließt also zunächst entlang der afrikanischen Küste, wird dort erwärmt und kehrt dann entlang der nördlichen Mittelmeerregionen, auf diesem Weg immer weiter aufgeheizt, zurück zum Atlantik. Deshalb erreicht im Sommer das Mittelmeer auch immer so angenehme Badewassertemperaturen. Die Strömungen passieren die offenen griechischen Gewässer gewöhnlich mit Geschwindigkeiten von maximal 0,8 bis etwa 1,2 km je Std. - zu schnell für einen Taucher, um auf die Dauer dagegen anzuschwimmen. Doch gegenüber „dem Atem des Weltmeeres“, dem Pulsieren der Gezeitenströme, ist das Mittelmeer ziemlich abgeschottet. Es ist praktisch ein Binnenmeer, doch mit im Gegensatz zu den Ozeanen viel zu geringen Ausdehnungen (seine Fläche ist nur etwa zehnmal so groß wie die alten Bundesländer), als dass sich hier die Anziehungskräfte von Sonne und Mond erheblich auswirken könnten. Die gezeitenbedingten halbtägigen Schwankungen des Wasserstandes liegen im Mittel etwa bei 10 cm um Kreta, weiter nördlich bei 20 cm und in der nördlichen Ägäis bei 40 cm. Sie sind deshalb in den griechischen Gewässern kaum zu spüren, noch verursachen sie merkliche Strömungen, etwa durch ablaufendes Wasser. - Und schließlich wirken hier und da noch von den Schubkräften des Windes ausgelöste Oberflächenströmungen. Alles in allem aber: Wenn überhaupt, existieren für Taucher gefährlich werdende Wasserbewegungen gegebenenfalls so regional begrenzt, als dass sich hier allgemeine Hinweise niederschreiben ließen. Man muss da schon auf die Erfahrung der Tauchbasenchefs bauen und kann das Thema Strömungen in griechischen Gewässern gewöhnlich vergessen. Auf Zakynthos beispielsweise sind den Basen im Rahmen potenzieller Tauchziele nur zwei Orte bekannt, an denen wenigstens zeitweise Strömung herrscht - und wo sich dann auch ein Strömungstauchgang arrangieren ließe! nach oben Wassertemperaturen Generell gilt: Das Oberflächenwasser des Mittelmeeres ist im Februar am kältesten und im August am wärmsten und die Temperatur nimmt sowohl von Nord nach Süd als auch von West nach Ost zu. Ganz im Osten kann es bis zu 29 °C warm werden. Eine Übersicht zu der üblichen Temperaturverteilung zeigen in unserer Publikation die nebenstehenden Karten (nach: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, 1991). Lokale Differenzen und Abweichungen, bedingt durch jahreszeitliche Schwankungen der Großwetterlage sind die Regel. So ist das Wasser an der Südküste Kretas oft etwa um ein bis zwei Grad wärmer als jenes an der Nordküste. Und wenn von den Hängen mancher küstennaher Gebirge Fallwinde herabsausen, so können sie das wärmere Oberflächenwasser wegtreiben mit der Folge, dass aus der Tiefe kühleres Wasser nachquillt. In seichteren geschlosseneren Buchten wiederum erwärmt sich naturgemäß das Wasser rascher und stärker als anderenorts. Die so aus mancherlei Gründen möglichen Temperaturschwankungen betragen jedoch nur selten mehr als 2 °C oder 3 °C. Sichtweiten Hierzu gibt es nur wenig zu sagen, denn die Sichtweiten sind fast immer gut bis ausgezeichnet. Man muss schon einen sehr schlechten Tag erwischt haben oder sich in der Nähe größerer Orte, Häfen oder Touristenzentren befinden, wenn sie noch unter 20 m liegen sollte. Besonders die Ägäis ist bekannt für gute Sichtverhältnisse. Gewöhnlich kann man hier von einer Sichtweite von 30 bis 40 m ausgehen und mancherorts sogar noch mehr! Mit größeren jahreszeitlichen Schwankungen, wie in den kälteren Meeren und vor allem in den Binnenseen, ist nicht zu rechnen; oder sie sind nicht so gravierend, dass danach die Reisezeit modifiziert werden muss. nach oben zurück zur Hauptseite zurück zum Inhaltsverzeichnialler Webseiten | Tauch-Info-Büro Norbert Gierschner |